Arbeiten aus fünf Jahrzehnten - Die Duftigkeit eines Aquarells habe ihn schon immer fasziniert, sagt Adolf Böhlich. Einige seiner Blätter datieren aus der Studienzeit. Böhlichs Aquarell-Skizzenblöcke sind wie Tagebücher zu lesen...

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Im Malen ist was Unendliches
Der Dresdner Maler und Hochschullehrer Prof. Adolf Böhlich wurde 70

Dresdner Neue Nachrichten - 30.4./1.5.2003

  

Gestern beging der Dresdner Maler und Hochschullehrer Prof. Adolf Böhlich seinen 70. Geburtstag. Neben den Sammlern seiner Blätter von Amerika bis nach Japan, von Russland bis nach Griechenland dürften ihn einige Hundert Kunsterzieher, die von ihm an der Dresdner Pädagogischen Hochschule und an der TU ausgebildet wurden, in guter Erinnerung behalten haben. Adolf Böhlichs Entwicklung kann geradezu als ein Musterbeispiel einer „Karriere" der ersten Nachkriegsgeneration, auf dem zweiten Bildungsweg aufbauend, angesehen werden. Lehre und Produktionsarbeit im Sachsenwerk Radeberg führten ihn in den betrieblichen Zeichenzirkel.

Die Entdeckung der bis dahin kaum erahnten Talente trieb ihn folgerichtig an die neugegründete ABF an der Dresdner Kunsthochschule zu Otto Griebel und Gerhard Stengel, zunächst erst einmal zum Abitur und einem Kunstgeschichtsstudium. Der Wunsch, Maler oder Bildhauer zu werden, wandelte sich nach einigen Hospitationen im Unterricht seiner späteren Gattin. Ihre Arbeit mit Kindern beeindruckte ihn so nachhaltig, dass er beschloss, Kunsterzieher zu werden. Nach 2-jährigem Lehrerdasein in Dresden begann eine parallele Tätigkeit am Lehrstuhl für Kunsterziehung an der PH. Promotion A und B folgten. 1982 wurde er zum Dozenten, 1985 zum Professor für Theorie und Praxis der Bildenden Kunst an der PH, ab 1992 an der TU Dresden berufen. 

Sein wichtigstes Lehrbuch erreichte in der DDR fünf Auflagen, wird bis heute in der Ausbildung genutzt und gegenwärtig ins Japanische übersetzt. Bis zu seiner Emeritierung 1998 bestimmte das Lehramt den Zeitfond des Malers und Zeichners, der Lehre und Malerei immer als gleichwertige Berufung und gegenseitig befruchtende Tätigkeit verstanden hat. Seit dieser Zeit häufen sich seine Einzelausstellungen, aktuell u.a. in Kobe und Osaka, Zittau, Dresden und Leipzig.

Landschaft im Grossen Garten 
Aquarell auf Bütten. 1996
  

Malen ist für ihn ein Naturprozess, Aquarellieren als Pflege einer faszinierenden Kulturleistung eine spannende Herausforderung. Geradezu eigensinnig malt er Schicht um Schicht in das durchfeuchtete Papier, unspektakuläre Themen werden immer wieder durchforscht. Während des Aquarellierens wechselt er die Pinsel, saugt hier Farbe auf, fügt dort neue Verläufe hinzu, kontrolliert, dreht und kippt die ganze Arbeitsplatte mehrfach, malt wieder kräftig in Ausuferndes hinein, bis eine geliebte Mecklenburger, Oberlausitzer oder Erzgebirgslandschaft entsteht. Die „gute Form", äußert sich für Böhlich, „nie gekünstelt, sondern zweckmäßig und angemessen". Jedes seiner Blätter ist eine Komposition impressionistischen Farbenverlaufs und expressiver Farbkontraste, in der die Ortsangabe im Titel fast zur Nebensächlichkeit wird. In Adolf Böhlichs Werk gehen eine über 40-jährige handwerkliche Erfahrung und die Traditionen der Dresdner Malerschule eine Ehe ein, in deren Folge Bilder mit einem  unverwechselbaren  inneren Leuchten entstehen.    

Text:  Christian Simon

Dresdner Neue Nachrichten - 30.4./1.5.2003

 

 

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