Arbeiten aus fünf Jahrzehnten - Die Duftigkeit eines Aquarells habe ihn schon immer fasziniert, sagt Adolf Böhlich. Einige seiner Blätter datieren aus der Studienzeit. Böhlichs Aquarell-Skizzenblöcke sind wie Tagebücher zu lesen...

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Mehr als vier Jahrzehnte im Dienst der Kunsterziehung

Bei Herbert Schmidt-Walter erlebte er eine künstlerisch-praktische und theoretische Ausbildung in einer sich ergänzenden Einheit, von der er noch heute mit Hochachtung spricht. Adolf Böhlich schätzt ein, dass durch dieses Vorbild die Weichen für den folgenden beruflichen Werdegang gestellt waren.

Bis zur Emeritierung im Jahr 1998 ist sein Weg durch all jene Widersprüche gekennzeichnet, die für einen künstlerisch tätigen Lehrer charakteristisch sind, wenn ihm beide Berufe Berufung sowie Theorie und Praxis gleichermaßen bedeutsam sind.

42 Jahre lang war Adolf Böhlich ein engagierter Kunsterzieher und Lehrerbildner.

Er hat das Profil der Kunsterziehung in Dresden und in der DDR durch sein Wirken mit geformt.

Nach etwa zehnjähriger Leitung des Bereiches Methodik der Kunsterziehung übernahm er 1976 die Abteilung Künstlerische Praxis und Gestaltungstheorie an der Pädagogischen Hochschule Dresden.

Mit seinem engagiertem Arbeitskollektiv führte Böhlich die Vermittlung von Theorie und Praxis in ihrer spannungsvollen, aber untrennbaren Polarität zu hoher Qualität.

Ab 1992 hat er in der Kunstpädagogik, die inzwischen zur Technischen Universität gehörte, auch dem Fach Umweltgestaltung wieder zur Geltung verholfen. Die Pflege von Bewahrenswertem und dessen Aufhebung im Neuen ist ein Kernstück seiner Auffassung von Kunst und Bildung. Ein Kunsterziehungs-Konzept, das eine echte Auseinandersetzung mit den Leistungen der Vergangenheit vernachlässigt oder vordergründig auf Aktionismus setzt, geht nach seiner Meinung am Wesentlichen vorbei.

In seiner Lehre hat er die Bezüge von Dürer bis Picasso, Turner, van Gogh, Klee, Marc, um nur einige zu nennen, sehr intensiv geschaffen.

Malen und Zeichnen hat Adolf Böhlich stets als unverzichtbare empirische Forschung für seine theoretischen Lehrveranstaltungen verstanden. Umgekehrt waren die theoretischen Untersuchungen, insbesondere zu Problemen des künstlerischen Schöpfertums, unersetzbar für die eigene kunstpädagogische Praxis mit Schülern und Studenten. Andererseits emp­fand er sie fördernd für die Reflexion seines künstlerischen Arbeitens, das jahrzehntelang unter den Bedingungen äußerster zeitlicher Einschränkung erfolgte.

Die Kunsttheorie war und ist ihm ein wichtiges Instrument, weil sich mit ihr die lebendige Vielfalt künstlerischer Erscheinungen wie auch deren individuelle und gesellschaftliche Bedingtheit besser erkennen und erklären lassen. Hervorzuheben ist, dass er sich stets ein Herz für die Praxis bewahrte.

 

 
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Stand: 14. Januar 2017                                                    designed & (C) by Anno Schoroth, Königswinter 2004-2017                                                                 Bilder kaufen