Arbeiten aus fünf Jahrzehnten - Die Duftigkeit eines Aquarells habe ihn schon immer fasziniert, sagt Adolf Böhlich. Einige seiner Blätter datieren aus der Studienzeit. Böhlichs Aquarell-Skizzenblöcke sind wie Tagebücher zu lesen...

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die Aquarellmalerei im Schaffen Adolf Böhlichs

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Verse  sind  nicht,  wie  die  Leute  meinen,  
Gefühle  -die  hat man  früh  genug-  
es sind  Erfahrungen.

Rainer  Maria Rilke

  
 

Die Duftigkeit eines Aquarells habe ihn schon immer fasziniert, sagt Adolf Böhlich. Einige seiner Blätter datieren aus der Studienzeit. Böhlichs Aquarell-Skizzenblöcke sind wie Tagebücher zu lesen, die von Aufenthaltsorten sowie seiner malerischen Haltung berichten. Viele, ursprünglich als Studien und Skizzen gemeint, muten wie abgeschlossene Arbeiten an. Auffällig ist, dass die frühen Aquarelle oft kompositorisch strenger wirken und auch »grafischer«, wie der Maler sie selbst bezeichnet.

Seine Grafikschränke fassen die großformatigen Aquarelle kaum noch, die in den letzten zehn Jahren entstanden sind. Es gibt Schaffensphasen, da könnte man meinen, Böhlich habe sich dem seriellen Arbeiten verschrieben.

Gefragt danach, wie viel Zeit er für seine großformatigen Aquarelle brauche, antwortete der Maler nachdenklich: eine Stunde und vierzig Jahre. Und dabei lächelte er verschmitzt. Kürzlich ergänzte er, es könne auch fünfzig Jahre oder ein ganzes Arbeitsleben lang dauern. Die Auskunft wirkt lapidar. Als erfahrener Kunsttheoretiker weiß er, dass man etwas so Vielschichtiges wie eine lange gewachsene künstlerische Sprache nicht knapper umreißen kann.

Beim Aquarellieren bevorzugt er es, nass-in-nass zu malen. Rasch und spontan muss der Maler bei diesem Verfahren bildnerische Entscheidungen treffen; Zufälliges schleicht sich schnell ein. Die Farben der angrenzenden Zonen verfließen ineinander, bilden Zwischentöne und eine neue, nicht restlos kalkulierbare Form. »Ein Abenteuer«, kommentiert Böhlich, »und unerschöpflich...«, während eine Landschaft entsteht. Und er fügt hinzu: »Den Zufall kann man nutzen, wenn man darauf vorbereitet ist.« Mit diesen Worten von Louis Pasteur macht er deutlich, dass das absichtslos scheinende Spiel auf dem noblen Papier in jeder Phase vom kontrollierenden Auge und der korrigierenden Hand des Malers begleitetet wird. Flott gleitet der breite Pinsel über das Blatt. Weich verebbt ein schweres Blau im blassen Gelb. Ausgedünnt schimmert es rotviolett, wo es seiner Komplementärfar­be begegnet. Nach zwei Stunden legt Böhlich das Blatt zufrieden beiseite.

Dass der weiße Papiergrund ins Bildganze einbezogen wird, ist bei seinen Aquarellen nur selten zu entdecken.

 

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Stand: 14. Januar 2017                                                    designed & (C) by Anno Schoroth, Königswinter 2004-2017                                                                 Bilder kaufen